Nationalparks für die Rundreise Abenteuertour

NATIONALPARKS

Venezuela ist eines der zehn Länder mit der weltweit größten Biodiversität. Auf dem Gebiet des Umweltschutzes sind die Venezolaner Pioniere, es gibt eine Vielzahl von Gesetzen zur Nutzung und Inanspruchnahme ihrer natürlichen Schätze. Ein Ergebnis dieser Gesetzesvorgaben ist die Existenz von 43 Nationalparks und 22 Naturdenkmälern (die knapp 21% der Fläche des Landes einnehmen), 2 Bioreservaten, 7 Naturschutzgebieten und 5 Wildreservaten. Diese wundervolle Anhäufung unvergleichlicher und urwüchsiger Schönheit ist es, die das Land für den Tourismus prädestiniert.

Der Nationalpark Sierra Nevada im Herzen der venezolanischen Anden wurde am 2. Mai 1952 zum Nationalpark erklärt. Der größte Teil des Parks umfasst die Sierra Nevada von Mérida. Hier befinden sich die höchsten Berge Venezuelas, darunter der Pico Bolívar (5.007 Meter), und der Pico Humboldt (4.942 Meter). Es gibt eine große Auswahl an Touristenattraktionen und Erholungsmöglichkeiten in diesem Park, darunter Wanderungen und Gipfelbesteigungen; Tierbeobachtung, die Besichtigung der kleinen Bergdörfer mit ihrer außergewöhnlichen Landschaft und kulturellen Schätze. Zudem kommen Sie in den Genuss der längsten und höchsten Seilbahn der Welt.

Der Nationalpark Santos Luzardo Cinaruco Canaparo wurde 1988 zum Nationalpark erklärt. Er umfasst eine Fläche von 584.368 km2. In seinen Galerienwäldern, dem Cinaruco, den Savannen und Flüssen finden sich etwa 10 verschiedene endemische Pflanzenarten. Der Park ist sehr flach, die einzigen Erhebungen sind die Cinaruco-Hügel. In den Flussbecken findet man Pfauenaugenbarsche, Arau-Schildkröten und Kaimane. Zudem gibt es drei endemische und mehr als zwanzig Zugvogelarten; man kann Jaguare, Wild und Wasserschweine beobachten.

Der Henri-Pittier-Nationalpark wurde am 13. Februar 1937 als erster Nationalpark Venezuelas eingerichtet. Ursprünglich “Rancho Grande” genannt, wurde er zu Ehren des Schweizer Botanikers Henry Pittier umbenannt. Dieser reiste 1917 nach Venezuela, um mehr als 30.000 heimische Pflanzenarten zu klassifizieren. Der Park umfasst eine Fläche von 107.800 Hektar und reicht von einem Teil des Küstengebirges bis zu den Andenkordilleren. Der Henri-Pittier-Nationalpark ist eine beliebte Touristenattraktion für all jene, die sich durch seinen Ruf bezüglich der Vogelbeobachtung angesprochen fühlen. In der Nähe des Parkes, entlang der Karibikküste, gibt es zudem viele hübsche Küstendörfer.

Der Nationalpark Ciénagas de Juan Manuel (Die Sümpfe des Juan Manuel), auch unter dem Namen “Weiße und Schwarze Gewässer” bekannt, ist eine ausgedehnte Moorlandschaft. Das Wetterleuchten des Catatumbo, ein weltweit einmaliges Naturphänomen, kann man permanent im gesamten Park beobachten. Der Park liegt südwestlich des Maracaibo-Sees.

Die Tierwelt besteht hauptsächlich aus verschiedenen Vogelarten, einschließlich endemischer Vögel der Region. Um die zwanzigtausend Vögel nutzen den Mangrovenwald als Schlafquartier: es ist ein unvergleichlicher Anblick, zu sehen, wie sie sich bei Sonnenaufgang in den Morgenhimmel aufschwingen.

Die zweitgrößte Gruppe vorkommender Tierarten sind die Säugetiere: man kann unter anderem Brüllaffen, Flussdelfinen, Seekühen, Tapiren, Tigern und Pumas zu Gesicht bekommen. An Reptilen findet man Leguane und Spitzkrokodile.