Venezuela ist eines der zehn Länder mit der weltweit größten Biodiversität. Auf dem Gebiet des Umweltschutzes sind die Venezolaner Pioniere, es gibt eine Vielzahl von Gesetzen zur Nutzung und Inanspruchnahme ihrer natürlichen Schätze. Ein Ergebnis dieser Gesetzesvorgaben ist die Existenz von 43 Nationalparks und 22 Naturdenkmälern (die knapp 21% der Fläche des Landes einnehmen), 2 Bioreservaten, 7 Naturschutzgebieten und 5 Wildreservaten. Diese wundervolle Anhäufung unvergleichlicher und urwüchsiger Schönheit ist es, die das Land für den Tourismus prädestiniert.
Sümpfe, Delta und Feuchtwälder
Der Nationalpark Cienagas de Juan Manuel (Die Sümpfe des Juan Manuel), auch unter dem Namen “Weiße und Schwarze Gewässer” bekannt, ist eine ausgedehnte Moorlandschaft. Das Wetterleuchten des Catatumbo, ein weltweit einmaliges Naturphänomen, kann man permanent im gesamten Park beobachten. Der Park liegt südwestlich des Maracaibo-Sees.
Die Tierwelt besteht hauptsächlich aus verschiedenen Vogelarten, einschließlich endemischer Vögel der Region. Um die zwanzigtausend Vögel nutzen den Mangrovenwald als Schlafquartier: es ist ein unvergleichlicher Anblick, zu sehen, wie sie sich bei Sonnenaufgang in den Morgenhimmel aufschwingen.
Die zweitgrößte Gruppe vorkommender Tierarten sind die Säugetiere: man kann unter anderem Brüllaffen, Flussdelfinen, Seekühen, Tapiren, Tigern und Pumas zu Gesicht bekommen. An Reptilen findet man Leguane und Spitzkrokodile.