Landschaften für die Rundreise Orinoco-Delta – Canaima

Das Orinoco-Delta

Das Orinoco-Delta ist ein dichtes und weitläufiges Labyrinth an Flüssen, die sich inmitten eines  feuchten Tropendschungels ineinander verflechten, und das bis zum Atlantischen Ozean reicht. Der Orinoco umfasst etwa 60 Gezeitenflüsse und 40 Flüsse, die ein 41.000 km2 großes Gebiet einschließlich der hier befindlichen Urwaldinseln, Moore und Lagunen durchfliessen.

Die traditionelle Subsistenzwirtschaft der Warao-Indianer beinhaltet die Fischerei, das Jagen und das Sammeln von Wildfrüchten. Ohne Zweifel ist die Kultur dieser Indianer eng mit der Mauritiuspalme verbunden, die Ihnen als Nahrungsmittel, Getränk, Behausung, Schmuck und Schlafmantel, ähnlich einer Hängematte, dient. Gegen ein Entgelt üben viele von Ihnen gegenwärtig eine Tätigkeit als Landarbeiter aus und bieten ihre Arbeit den großen Agrarbetrieben, Sägewerken, und Fabriken zur Palmenherzproduktion an, ohne dabei jedoch die Jagd und das Fischen zu vernachlässigen.

Alle Exkursionen finden in der näheren Umgebung des Zeltlagers statt. Sie schließen den Besuch indigener Gemeinden und die Beobachtung ihres Alltagslebens ein. Darüberhinaus kommen Sie in den Genuss einer Dschungelwanderung mit einheimischen Reiseleitern, die Ihnen einmal mehr Zutritt in die geheimnisvolle Welt der Warao-Indianer verschafft. Ruhige Bootsausflüge zur Entdeckung der einheimischen Tierwelt stehen zur Auswahl; inklusive Piranha-Angeln, dem Miterleben eines eindrucksvollen Sonnenuntergangs mit Cocktails sowie einer Nachtwanderung.

TUCUPITA (Boca de Uracoa)

Tucupita ist für seine strategisch günstige Lage bekannt und wird von den Warao für Ihren Handel genutzt. Obgleich die  Stadt das Banken-, Zulieferer- und Handelszentrum des östlichen Teils des Orinoco-Deltas ist, gibt es oft keinen Strom und die Wasseraufbereitung ist minderwertig. Die Stadt einschließlich dem Umland, verfügt über eine geringe Einwohnerzahl von circa 60.000 Personen. In Tucupita gibt es einen Flughafen, der die Verkehrsdrehscheibe für Besucher des Deltas darstellt. Die Passagierboote stehen nur für kleinere Transfers zur Verfügung.

MATURÍN

Ursprünglich eine 1760 gegründete, auf einer Klippe über dem Guarapiche-Fluss gelegene Missionsansiedlung, ist Maturín heute die Hauptstadt des Bundesstaates Monegas und das wichtigste Handelszentrum der fernöstlichen Llanos. Maturín ist hauptsächlich eine Industriestadt, viele der Konstruktionen waren Ölstraßen, die dazu dienten, das Öl in alle Landesteile Venezuelas zu transportieren.

Die Gran Sabana

Die Große Savanne (Gran Sabana) ist eine der meistbesprochenen Landschaften Venezuelas. Sie umfasst den Canaima-Nationalpark, den Salto-Ángel-Wasserfall und eine reichhaltige Kultur- und Naturlandschaft. Majestätische Tafelberge (Tepui genannt) ragen aus wildem Laubwerk und wogenden Weiden hervor; Wasserfälle stürzen von den Rändern dieser massiven Plateaus hinab, darunter der berühmte Salto Ángel. Diese geheimnisvollen, von Nebel umhüllten Tepui, die Arthur Conan Doyle dazu inspirierten, “Die vergessene Welt” zu schreiben, gehören zu einer der ältesten Bergformationen der Erde.

Einige dieser Tepui erheben sich 2.500 Meter über der Savanne und sind noch immer nicht erforscht. Man schätzt, dass ungefähr die Hälfte der endemischen Pflanzen- und Tierarten, die man auf den Tafelbergen wie dem Roraima und dem Auyan-Tepui vorgefunden hat, nur auf diesen Plateaus und nirgendwo anders auf dem Planeten existieren; jeder dieser Tepui ist eine einzigartige und abgeschiedene Welt.

Canaima-Nationalpark

Südlich des Orinoco-Flusses befindet sich der Canaima-Nationalpark, der drittgrößte Nationalpark weltweit und zugleich ein an natürlichen Ressourcen und majestätischen Landschaften reiches tropisches Paradies. Canaima ist zweifellos einer der beeindruckendsten Orte Venezuelas, ein wahrhaftes Abbild der Vergessenen Welt.

Canaima beherbergt den Salto-Ángel-Wasserfall – eines der berühmtesten Reiseziele, inmitten des venezolanischen Dschungels. Es ist der größte freifallende Wasserfall der Welt; die gewaltige Höhe seiner Kaskade (915 m) ist beeindruckend. Zudem können Sie auf diesen Touren noch viele weitere Wasserfälle kennenlernen und mit den lokal typischen, handgefertigten Kanus die Stromschnellen befahren. Diese robusten und massiven Kanus werden mit einem Außenmotor betrieben und von erfahrenen Einheimischen gelenkt. Es wird Sie zudem ein zweisprachiger Reiseleiter begleiten, der Ihnen Legenden und die Ökologie dieses geheimnisvollen Ortes näherbringt.

CIUDAD BOLÍVAR

Historisch gesehen der Haupthafen des Orinoco, ist Ciudad Bolívar heutzutage ein beliebter und lebendiger Ort für Reisende auf dem Weg in die Gran Sabana. Ciudad Bolívar ist die Hauptstadt des Bundesstaates Bolívar und Ausgangspunkt für alle Flugreisen zum Canaima-Nationalpark.

PUERTO ORDAZ

Puerto Ordaz, 1952 als Eisenexporthafen gegründet, hat seinen Status als eine der teuersten Städte des Landes beibehalten. Die Stadt liegt an den Ufern des Orinoco und bietet eine Vielzahl an Touristenattraktionen, darunter Zoos, Museen und Exkursionen auf dem Orinoco. Desweiteren gibt es eine große Anzahl an Einkaufszentren, Supermärkten und Nachtclubs. Puerto Ordaz ist ein weiterer Ausgangspunkt für Reisende, die die Gran Sabana besichtigen und verfügt über Flüge von und zu vielen der großen regionalen Flughäfen von Venezuela. Es gibt viele Hotels, sowohl der gehobenen als auch der einfachen Kategorie, die den verschiedenen Ansprüchen und Geldbeuteln der Reisenden gerecht werden.

SANTA ELENA

Santa Elena liegt nördlich der brasilianischen Grenze und ist die Hauptstadt der Gran Sabana. In der Geschichte ist die Region für die Diamantsucher und Missionare bekannt. Wegen der Diamantfunde in der Gegend, strömten in den 40er Jahren scharenweise Diamantgräber herbei. Heute ist Santa Elena in zwei Ortschaften aufgeteilt: in das Dorf der Diamantgräber sowie eine indigene Siedlung mit einem großen Steingebäude der Missionare, das auf einer Anhöhe zwischen beiden Ortschaften gebaut wurde.